Glück vs. Unglück (Tag der Gegensätze/ Glück im Unglück)

Tag 12 – 14. September 2013

 

Tostedt – Hamburg – Quickborn

 

 

 

 

 

Wunderschön war es, heute Morgen aufzuwachen mich vor das Wasser zu setzen und mein Müsli zu genießen. 

Die Strecke von Tostedt bis nach Hamburg war auch nicht schwer und ohne Probleme war ich dann in Hamburg. Aber bis zum Stadtzentrum war es doch noch ordentlich lang. 

Trotzdem fand ich dank Beschilderung den Weg. 

Am Hauptbahnhof traf ich mich mit Lucas, der glücklicherweise auch an diesem Wochenende in Hamburg war. Wir schauten uns im Spaziertempo die Stadt an und Lucas gab mir eine Führung und erklärte mir die historischen Hintergründe der Häuser.

So gegen 18 Uhr war es Zeit für mich eine Unterkunft zu finden. Jedoch hatte mein Laptop keinen Akku mehr und ich musste einen Ort finden um an Strom zu kommen. 

Wir hatten Glück und fanden ein Starbucks ähnliches Café. Hier gab es Steckdosen, gratis WLAN und dazu noch einen leckeren Eis-Kaffe.

Doch übers Internet fand ich keine zufriedenstellende Unterkunft und es war mir auch zu kompliziert. Leider ist Hamburg sehr Teuer was das angeht. 

Die Lösung ist in einem solchen Fall immer das Tourist Information Büro. 

Lucas musste schon zu seinen Eltern zum Abendessen und ich machte mich auf wieder zum Hbf. 

Dort angekommen war auch das TI-Büro schnell gefunden. Der Herr am Schalter suchte mir zu beginn Hotels für 80 Euro heraus. Wie oben schon gesagt Hamburg ist teuer. Doch er fand mir eins für einen akzeptablen Preis. Nachteil war jedoch, dass es sehr weit außerhalb von Hamburg sich befindet (Der Herr meinte 2 Stunden mit dem Rad).

Vorteil war, dass es sich im Norden befand und ich sowieso vorhabe weiter nach Itzehoe zu fahren.

 

Also fuhr ich los und das Unheil begann. Ich war noch nicht mal 100m gefahren als ich bemerkte, dass mein Tacho nicht mehr meine Geschwindigkeit anzeigt und sowieso komplett spinnt. Ein Anruf zu meinen Eltern, die die Anleitung nach langem Suchen fanden, half auch nicht weiter. Das Ding ist Schrott.

Neben diesem Telefonat wurde ich noch darauf hingewiesen, dass mein Cousin auch in Hamburg wohnt. Das hatte ich völlig vergessen. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen ihn zu besuchen. Doch hatte ich das Hotel schon gebucht und bezahlt und musste mich auch auf den Weg machen, denn es war noch eine ordentliche Strecke bis dorthin. 

 

Der Ärger hatte sich in mir breit gemacht und das übertrug sich auch auf mein Fahrstiel. Ich fuhr schneller als sonst. Gefühlte 30 km/h Durchschnitt (Genaues kann ich nicht sagen aufgrund technischer Probleme). 

Getrieben von Wut und Adrenalin, dass durch die Adern pulsierte, schoss ich Richtung Norden, doch schon wenig später holte mich die Nacht ein. Der Weg war einfach. Die Straße frei. Doch langsam fing es an zu tröpfeln und wurde später zu einem ordentlichen Regen, den ich in Schwallen vor den Straßenlaternen runter kommen sah. 

Ich zog das Tempo noch mehr an. 

Irgendwas Klackte am Vorderreifen. Ich sah nach und fühlte den Reifen. Er konnte etwas Luft vertragen. Ich drehte am Ventil und die gesamte Luft strömte raus. Ich musste alles wieder aufpumpen. Kostbare Zeit ging verloren. Weiter ging es, mit der gleichen Motivation wie zuvor. Mein Pulli war mittlerweile klatschnass. 

„Quickborn?“

„Gerade aus!“

 

Mit Mühe fand ich die Straße auf der das Hotel war. Doch ich musste irgendwo einen Bordstein oder Scherben übersehen haben. Der Hinterreifen war platt. Na toll. Mein erster Platten. Zwar nach 1000km aber gerade jetzt? Muss das sein? 

Ich pumpte den Reifen noch ein mal auf um die letzten Meter auch noch zu schaffen. Die Luft war aber nach wenigen Sekunden wieder raus. Ich erreichte das Hotel klatsch nass, das Fahrrad schiebend und mit Hinterradplatten. 

Alles rein. Rad abschließen. Duschen. Nasse Sachen auf Heizung. Hinlegen. Augen zu…

 

 

 

HUNGER!!! Ich hatte nichts seit 17 Uhr gegessen. Und mittlerweile war es schon 21 Uhr. Ich also nochmals runter. Pizza bestellt. Fertigpizza rettet Leben. Gute Nacht… Over and Out.

 

 

 

Auf Grund eines technischen Problems können die Statistiken nicht preisgegeben werden.

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6 Antworten zu “Glück vs. Unglück (Tag der Gegensätze/ Glück im Unglück)

  1. Mehmet Sarikaya

    Auch ohne Tacho wissen wir, dass du viel schaffst! Weiter so.

  2. Wolfgang Petzke

    Wirklich toll, wie du dich bis Quickborn durchgebissen hast. Ein echter Fahrradpionier! Wünsche dir weiterhin viel Spaß und positive Erlebnisse auf deiner Tour.

  3. Lisa Over

    Du findest bestimmt bald einen neuen Tacho, viel Glück!

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